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HISTORY/Presse |
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Selbstbetrachtung: " '81 kam ich aus Mannheim (weg von der Wehrpflicht) nach Berlin. Die Finanzen waren sehr dürftig, ich hatte es mit Physikstudium und Bafög versucht, war aber alles zu teuer, also musste ein Job her. So bin ich als ungelernter Garnichts zur Hauspflege gekommen - sozusagen an der sozialen Front gearbeitet. Dann eroberte ich den Folkpub und das Go-In, dort habe ich meine ersten eigenen Sachen gespielt. Im Go-In war ich von ´83 bis ´91 aktiv, unter anderem gemeinsam mit Rüdiger Bierhorst. War ´ne gute Zeit, Leber, verzeih mir! Nachdem das Go-In als Auftrittsort dicht gemacht hat, fingen die schlechten Zeiten an. Ich habe meine Gitarren an die Wand gehängt und Oldtimer restauriert, Mathe studiert, eigentlich alles gemacht, was man nicht so direkt braucht. Immer wieder habe ich in Teilzeit in der Pflege gearbeitet. Aber die Bezahlung wurde immer schlechter, die Anforderungen immer höher, und irgendwann sind die guten Pflegestationen, die korrekt abrechneten, einfach mangels Finanzen eingegangen und haben den schlechten den Markt überlassen. Arbeitslos
- welch schicksalhafte Chance, es noch mal mit dem zu versuchen, was ich
eigentlich kann: Musik. Nach 10 Jahren der
Bühnenabstinenz und Berufsfindungsversuchen bin ich seit Februar
2002 wieder aktiv und mit eigenem Programm präsent. " |
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Gerd Sulger ist Vollblutmusiker, Texter und Komponist. Seine Lieder sind erfrischend, eigenwillig, spannend, und immer ein bisschen anders als man es erwarten würde. Er schreibt sowohl Lieder als auch Instrumentalstücke für Gitarre. Seine Songs spannen die ganze Palette von satirisch über lyrisch bis hin zum Chanson auf. Die Begleitung seiner Lieder ist durchkomponiert und so ganz und gar nicht liedermachig. Sein Gitarrenspiel klingt mal zart und farbenreich wie eine Harfe, mal cool-jazzig, mal aggressiv und erdig oder abgehoben in die weiten Räume der klassischen spanischen oder barocken Musik. Gerd Sulgers Gitarre lebt, und er weiß sie zu beatmen. Er hat als Gitarrist bei vielen bekannten Kollegen, mit deren Namen er sich hier nicht schmücken wird, gearbeitet. Gerd Sulger hat aber auch ein schwarzes Loch in seiner Biographie, es kommt ihm im Nachhinein wie ein böser Traum vor, dass er zehn Jahre Bühnenabstinenz hinter sich bringen musste, um zu erkennen, dass er ohne Musik als Hauptbeschäftigung nicht leben kann. Aber nun hat er beschlossen, nach so vielen abgebrochenen Ausbildungen und gescheiterten Lebensentwürfen, wenigstens einmal im Leben was Vernünftiges zu machen: Musik. Also hat er im Februar 2002 wieder neu angefangen, Lieder und Musik zu schreiben wie ein Bekloppter. Das Ergebnis seiner Arbeit ist sein aktuelles Abendprogramm: "Sonderbarer Traum". |
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